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WOLFGANG HERZIG - Gemälde und Arbeiten auf Papier

Die Ausstellung „Wolfgang Herzig: Gemälde – Arbeiten auf Papier“ unterstreicht den eigenständigen und unverwechselbaren Stil des Künstlers und bestätigt seine Position als zentrale Figur der österreichischen Kunstgeschichte. Die Präsentation umfasst 25 Werke aus den letzten Jahren, darunter großformatige Arbeiten sowie zehn Ölgemälde und vierzehn Papierarbeiten in Acryl und Kreide.

Herzig, eine Schlüsselfigur der österreichischen Kunstgeschichte, gehört zu jener Generation von Malern, die in den 1960er-Jahren eine neue Form realistischer Malerei entwickelten – als Gegenposition zum damals dominierenden abstrakten und konzeptuellen Mainstream. Über die Jahrzehnte hinweg bleibt sein Stil unverkennbar persönlich. Unbeeinflusst von wechselnden künstlerischen Trends verfolgt er konsequent seine eigenständige Form einer figurativen, gesellschaftskritischen Malerei. Auch in seinen letzten Arbeiten bleiben die Bildszenarien eng mit dem Alltag verbunden. Häusliche Situationen und zwischenmenschliche Begegnungen stehen im Mittelpunkt, häufig intime Momente, die nicht selten einen charakteristischen erotischen Unterton tragen. Die dargestellten Räume wirken zunächst vertraut, entwickeln jedoch oftmals eine groteske, ironische oder subtil irritierende Atmosphäre. Die Malerei bleibt zwar figurativ, ist jedoch nicht affirmativ: Die Bilder zeigen Wirklichkeit, ohne sie zu idealisieren oder zu bestätigen. Vielmehr enthalten sie häufig eine subtile Kritik an gesellschaftlichen Normen, Rollenbildern und Machtstrukturen. Daher wird das Œuvre vielfach als eine Form des kritischen, postmodernen Realismus beschrieben, in dem politische und gesellschaftliche Themen über Alltagssituationen und die Darstellung menschlicher Körperlichkeit reflektiert werden.

Entdecken Sie die Werke der Ausstellung auf der Seite des Künstlers: Wolfgang Herzig

Standort

Galerie Martin Suppan, Habsburgergasse 5, 1010 Wien

Ausstellungsdauer

8. April - 5. Mai 2026
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Di-Fr 11 - 18 h
Sa 11 - 14 h