HUGO PUCK DACHINGER
Gmunden 1908 - 1995 London

INNOVATIONSGEIST IM EXIL

 

SUPPAN CONTEMPORARY
Die Ausstellung zeigt erstmals eine umfassende Retrospektive des österreichischen Künstlers Hugo „Puck“ Dachinger und umfasst den Zeitraum von 1937 bis 1955. Seit 1938 lebte er im englischen Exil, wo er 1995 in London verstorben ist. Der Maler, Grafiker und Designer ist ein international beachteter Protagonist der österreichischen Exilkunst in England. Als Sohn einer jüdischen Mittelstandsfamilie in Gmunden geboren, studierte er 1929 bis 1931/32 in Leipzig an der Kunstgewerbeschule. Das Naziregime beendete 1938 seine  erfolgreiche Tätigkeit als internationaler Werbedesigner und vernichtete seine  Existenzgrundlage in Wien. Eine große Zahl bildnerischer Werke aus den Jahren 1932 bis 1938 gilt seit damals als verschollen. Er emigrierte am Tag des Anschlusses über Dänemark nach London.
Von Juni 1940 bis Ende Jänner 1941 wurde er als „enemy alien“ in den Lagern Huyton bei Liverpool und Mooragh bei Ramsey, Isle of Man interniert. Seine Ausstellung mit dem Titel „Art behind barbed wire“ führte zu seiner Freilassung und Anerkennung als Künstler. Die Bilder zeigten das harte und von Entbehrungen gezeichnete Leben im Internierungslager und waren mangels Malutensilien auf Zeitungspapier oder Tapete gemalt. Dachinger stellte die Farben aus Pflanzen und Erde her, Deckweiß aus Zahnpaste und Pinsel aus seinen eigenen Haaren. Die so entstandenen Werke befinden sich heute in der Sammlung The Walker, National Museums Liverpool und zählen zum National Heritage.
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Hugo Puck Dachinger, Gmunden 1908-1995 London, At the Bus Stop, um 1939, Tusche, Aquarell/ Papier, 219 x 290 mm
Hugo Puck Dachinger,
Gmunden 1908-1995 London,
Varieté, um 1940,
um 1940 Gouache/Papier,
589 x 458 mm
Hugo Puck Dachinger,
Gmunden 1908-1995 London,
Love, 1942, Öl/ Leinwand
35,8 x 25,5 cm